Hallo!
Schön, dass ihr auf meiner homepage gelandet seid ... herzlich willkommen!
Den Menschen, die sich dafür interessieren, wer ich bin, will ich mich vorstellen.
In Deutschland habe ich 21 Jahre als Lehrer und Lehrerfortbildner im
Regelschulwesen gearbeitet in den Fachbereichen Deutsch, Sozialkunde und
Arbeitslehre.
Ende der 70er bis 1986 habe ich in der Lehrplankommission
Arbeitslehre/Berufsorientierung mitgearbeitet und die ersten Hamburger
Lehrpläne für diesen Lernbereich sowie die dazugehörenden
Handreichungen der Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung
in Hamburg
entwickelt.
In meiner Junglehrerzeit wurde die reformpädagogische
Errungenschaft der Projektpädagogik wiederentdeckt, die mich deshalb
sehr interessierte, weil sie den Selbstbestimmungsaspekt der LernerInnensubjekte
besonders betonte.
Arbeitslehre und Projektpädagogik
sind auch die beiden Schwerpunkte meiner gewerkschaftlichen Tätigkeit
in der GEW geworden. 1977-1988 war ich Leiter des Ausschusses Arbeitslehre
der GEW-Hamburg, seit 1983 Mitarbeiter im Projektausschuß der
GEW.
Die Projektpädagogik ist mir bis heute ein Anliegen geblieben,
zu deren Etablierung in Schulen ich beitrage durch LehrerInnenfortbildung
und Publikationen.
In den 80er-Jahren richtete sich meine Tätigkeit und mein Interesse
- bedingt durch die Anforderungen der multikulturellen Unterrichtspraxis
einer Großstadtschule - auf das Gebiet "Deutsch
lehren und lernen und "Interkultur".
Neben der tagtäglichen Unterrichtspraxis habe ich das
Zusatzstudium für LehrerInnen von SchülerInnen mit unterschiedlichen
Muttersprachen in Hamburg 1988-1990
mit einem sich anschließenden Auslandspraktikum in Jakarta und an der
IKIP-Medan in Indonesien
absolviert.
In den folgenden 4 Jahren habe ich ausschließlich jugendlichen
EinwandererInnen und Flüchtlingen in multikulturellen Lerngruppen Deutsch
als Zweitsprache vermittelt,
selbst viel von den SchülerInnen über ihr Leben, Fühlen, Denken
und Handeln gelernt
und in den Bereichen
Deutsch als Fremdsprache sowie antirassistische Bildung und interkulturelle
Erziehung
in der LehrerInnenfortbildung in Hamburg gearbeitet.
In den Jahren 1994 bis 2000 arbeitete ich
- im Auftrag des Bundesverwaltungsamtes (ZfA) -
als Fachberater für
Deutsch als Fremdsprache in Spanien.
Schwerpunkt meiner Tätigkeit als Fachberater für Deutsch als
Fremdsprache in Spanien war es,
mit spanischen DaF-LehrerInnen zusammenzuarbeiten und diese
in ihrer unterrichtspraktischen Tätigkeit zu unterstützen.
Von 2000 bis 2004 arbeitete ich als Lehrer für Deutsch als Zweitsprache
an der
Schule
Slomanstieg auf der Veddel in Hamburg.
Mein neuer Schwerpunkt war die Alphabetisierung von
migranten und geflohenen Kindern und Jugendlichen.
Seit August 2004 leite ich die im südlichen Hamburg liegende
Grund-, Haupt- und Realschule
Neugraben.
Ab Februar 2008 arbeite ich als Schulleiter an der
Gesamtschule
Süderelbe.
Seit August 2009 bin ich tätig beim
Haus- und Krankenhausunterricht.
Schließlich gibt es in meinem Leben noch zwei außerschulische
Initiativen, die mir wesentlich sind.
Ich bin Gründungsmitglied und langjähriger Vorstandsmitglied der
seit 1977 national arbeitenden
Arbeitsgruppe Oberkircher Lehrmittel (AOL) gewesen, aus deren Wurzeln der
kommerziell arbeitende AOL-Verlag in Lichtenau und der ebenfalls kommerziell
arbeitende Verlag an der Ruhr hervorgegangen sind.
Hauptziel der idellen Organisation AOL war eine Veränderung der
Schulwirklichkeit durch Erstellung von alternativen Unterrichtshilfen und
Materialien. Zunächst waren es nur ins Auge fallende Defizite, z.B.
kaum vorhandene schülerInnenorientierte Materialien bei neu
eingeführten Fächern (Arbeitslehre), bei aktuellen Problemen (8.Mai,
Ökologie), welche die Erarbeitung von alternativen Materialien anregten.
Doch im Laufe der Jahre entstand durch Diskussionen und gemeinsam
durchgeführte Projekte der Organisationsmitglieder ein didaktisches
Selbstverständnis, das in ein bildungstheoretisches Konzept
eingemündet ist:
Die "Hedonistische Endzeitdidaktik" versucht
als didaktisches Komplement zu den erfreulichen methodischen Veränderungen
der Schulstubenwirklichkeit eine historisch angemessene Antwort zu geben
auf die Frage "Was sollen SchülerInnen lernen?".
Gemeinsam mit Christoph-Joachim Schröder arbeite ich bis heute an der
theoretischen Präzisierung sowie an den konkreten inhaltlichen und
unterrichtspraktischen Konsequenzen.
Im Jahr 1981 habe ich mit einer KollegInnengruppe das
Didaktische Zentrum Hamburg (DZH) - ein autonomes
LehrerInnenzentrum gegründet - das sich innerhalb kurzer Zeit in Hamburgs
Weiterbildungslandschaft etabliert hat.
Das DZH war die regionale Antwort auf die Defizite staatlicher
LehrerInnenfortbildung. Das Zentrum hat folgende Schwerpunkte: Arbeitslehre,
Deutsch, Deutsch als Zweitsprache, Geschichte, Politik/Sozialkunde,
Projektunterricht, antirassistischer Unterricht, multikulturelles Lernen.
Ziel des DZH war es, Partei zu ergreifen, fortschrittliche Lehrinhalte mit
entsprechenden Lehr- und Lernformen zu verbinden und Unterlagen für
einenn handwerklich solide geplanten ung qualifiziert dargebotenen Unterricht
liefern. Wir stellten dabei unser Interesse an einer menschenwürdigen
und demokratisch gestalteten Umwelt in den Vordergrund der Arbeit.
Es gab ein für uns primäres Arbeitsziel: Erarbeitung von Materialien,
Projekten und Hilfen für die unmittelbare Verbesserung unseres Schulalltages
sowie Verbreitung unserer Arbeitsergebnisse in Form von regionaler
kritisch-solidarischer LehrerInnenfortbildung - autonom organisiert und
durchgeführt ohne Einengungen von Kultusbürokratie und ohne
Gewerkschaftsvorsicht. Wegen dieser Gewichtung zur Didaktik hin nannten wir
uns auch "Didaktisches Zentrum".
Bildungspolitisch traten wir aktiv für eine radikaldemokratische und
humane Schule ein.
Das ist noch heute mein Ziel.
Ein Ergebnis meiner Aktivitäten im Didaktischen Zentrum Hamburg (DZH)
und der Arbeitsgruppe Oberkircher Lehrermittel (AOL) ist eine von mir
herausgegebene Handbuchreihe
HITS für den Unterricht,
von der bereits 5 Bände erschienen sind.
Ich arbeite jetzt am Band 6 "Weltliteratur",
dessen Ziel es ist, den nationalstaatlich geprägten Literaturkanon und
Literaturunterricht in deutschsprachigen Ländern "von unten
umzugestalten. Literaturunterricht an Schulen in deutschsprachigen Ländern
sollte nicht nur weiße deutsche bzw. weiße europäische Literatur
behandeln,
sondern Literatur Einer Welt zum Gegenstand der unterrichtlichen Behandlung
machen.
Zur Mitarbeit an diesem Buch rufe ich alle Interessierten Menschen
auf.